Rezension: Edward Lee – Golem

Edward Lee – Golem

Golem

Verlag: Festa Verlag | Horror & Thriller Reihe
Seitenzahl: 384
Format: Taschenbuch
ISBN: 978-3-86552-304-4
Preis:
13,95€
B
estellen könnt ihr es hier

Der Autor:

Edward Lee (geboren 1957 in Washington, D. C.). Nach Stationen in der U.S. Army und als Polizist konzentrierte er sich lange Jahre darauf, vom Schreiben leben zu können. Während dieser Zeit arbeitete er als Nachtwächter im Sicherheitsdienst. 1997 konnte er seinen Traum endlich verwirklichen.
Er lebt heute in Florida und hat mehr als 45 Romane geschrieben, darunter den Horrorthriller Header, der 2009 verfilmt wurde. Er gilt als obszöner Provokateur und führender Autor des Extreme Horror.

Festa warnt ausdrücklich: Edward Lees Werke enthalten überzogene Darstellungen von sexueller Gewalt. Wer so etwas nicht mag, sollte die Finger davon lassen. Für Fans dagegen ist Edward Lee ein literarisches Genie. Er schreibt originell, verstörend und gewagt – seine Bücher sind ein echtes, aber schmutziges Erlebnis.

Inhalt:

Um die Unschuldigen zu schützen, formte man den Golem aus Flusslehm und erweckte ihn zum Leben. Das geschah vor Jahrhunderten. Aber jetzt wurden die uralten, mystischen Riten pervertiert und neue Golems geschaffen – dämonische Kreaturen, die vergewaltigen und morden. Nur ein junges Paar kann sie aufhalten. Doch die beiden ahnen nicht, welches diabolische Geheimnis ihr eigenes Dasein bestimmt …

Golem = [hebräisch: Klumpen, formlose Masse, ungeschlachter Mensch]. Seit dem Mittelalter in der jüdischen Literatur und Mystik die Bezeichnung für ein künstlich erschaffenes Wesen (besitzt besondere Kräfte; jedoch stumm; oft von gewaltiger Größe). Erscheint als Retter der Juden in Zeiten der Verfolgung. Bekannt vor allem durch die Legende von Rabbi Löw, der um 1580 in Prag eine von ihm geknetete Tonfigur für einige Zeit belebt haben soll.

Meine Meinung:

https://ir-de.amazon-adsystem.com/e/ir?t=wwwlenasweltd-21&l=li3&o=3&a=3791500325Die Bücher von Edward Lee sind für mich immer wieder eine Überraschung, denn ich kann vorher überhaupt nicht sagen, wie sie mir gefallen. Manche Bücher mag ich überhaupt nicht. Andere hingegen finde ich super von ihm.

Der Autor erzählt die Geschichte auf zwei Zeitebenen. Zum einen spielt die Geschichte im Jahr 1880 und zum anderen in der Gegenwart. Man erfährt in der Vergangenheit was damals passiert und was es mit dem Golem auf sich hat. In der Gegenwart begleitet man Seth und Judy, die in das Ganze so reinrutschen.

Das Buch startet eher ruhig. Man lernt beide Zeitebenen erst einmal kennen und die Geschichte baut sich langsam an. Gegen Ende erreicht das Buch dann seinen Höhepunkt und die Ereignisse überschlagen sich.

Wer Edward Lee kennt weiß, dass er nicht ohne Blut und ohne Obszönität auskommt. Natürlich findet man das hier auch. Allerdings nicht in dem Maß in dem ich es erwartet hatte. Lee hält sich hier schon zurück. Ich könnte mir vorstellen, dass der ein oder andere hier vielleicht sogar enttäuscht sein könnte.

Mir hat die Idee des Buches unheimlich gut gefallen. Der Autor geht viel auf Religionen ein, insbesondere auf das Judentum. Das fand ich super interessant, denn er hat dies sehr gut in die Geschichte einfließen lassen.

Fazit:

“Golem” von Edward Lee ist wieder ein richtig gutes Buch gelungen. Das Buch ist weniger obszöner als seine anderen Werke, aber keineswegs schlechter. Für mich liegt das Buch im oberen Mittelfeld seiner Werke.


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