Verlagsvorstellung Coppenrath Verlag – Interview mit Patricia Schröder

Hallo zusammen!

Gestern habe ich euch aus dem Coppenrath Verlag “The Perfect” vorgestellt:


Die Rezension findet ihr hier. Heute habe ich ein Interview mit der Autorin für euch! 



1.Wie kam es zu der Idee der Geschichte?
Bei mir entwickeln sich die Ideen mit der Zeit. Sie entstehen selten
einfach mal so in einem  PLOPP! Und ich
habe auch noch nie gesagt: „Oh, zu dem oder dem Thema müsste, würde, sollte ich
mal ein Buch schreiben.“ Meistens sind es einzelne Puzzle-Stücke, die ich eine
Zeitlang in mir trage und die sich in meinem Kopf zunächst beinahe unbewusst
zusammenfügen.
Bei THE PERFECT war der Grundgedanke meine Sorge, dass wir beim Surfen und
Shoppen im Internet so viele Datenspuren hinterlassen, dass jemand sie sich irgendwann
vielleicht auf eine besonders gemeine, perfide Art zunutze machen könnte. Aber
ich wusste lange nicht, wie ich darauf eine Geschichte aufbauen könnte. Dann
schaute ich die vierte Staffel der einzigen Casting-Show, die ich mag „Voice of
Germany“, und dachte, dass so etwas ein cooler Aufhänger sein könnte … und da
mein Thema eher Design und Mode sind, als Musik und Gesang setzte sich dann
auch hier wieder allmählich ein Puzzle-Stück ans andere …
2. In dem Buch geht es u.a. um Mode. Interessiert
Sie persönlich Mode sehr?
Inzwischen nicht mehr so wie früher. Ich habe immer gerne genäht und mache
das auch heute noch gelegentlich. Mein echter (gelernter) Beruf ist ja
Textildesignerin. Das hat zwar nur indirekt mit Mode zu tun … aber ja, für
Klamotten, Stoffe, Einrichtung, Dekoration, Design usw. habe ich mich schon
immer interessiert und tue das auch jetzt noch.

3. Würden Sie gerne einmal Work and Travel machen, so
wie die Protagonistin Jazz? Wenn ja, auch nach Australien oder hätten Sie ein
anderes Ziel?
Als ich vor gut 25 Jahren Abi gemacht habe, war Work&Travel noch nicht
so das Thema. Da ging man hauptsächlich als Au-pair ins Ausland. Das wäre
damals aber nichts für mich gewesen, weil ich zu der Zeit überhaupt nichts mit
Kindern anfangen konnte. Das hat sich allerdings total geändert J
Inzwischen würde ich lieber reisen, ohne dabei arbeiten zu müssen
(allerhöchstens schreiben, und das kann man ja theoretisch überall). Nach
Neuseeland, Australien und Tasmanien möchte ich wirklich sehr gerne noch einmal
für ein halbes Jahr oder so. Mal sehen, ob ich mir diesen Traum irgendwann noch
erfüllen werde.

4. Haben Sie ein Autorenvorbild?
Nein. Dafür gibt es einfach zu viele tolle SchriftstellerInnen. Und
sicherlich gucke ich mir auch bei der/dem einen oder anderen auch schon mal
etwas ab. Aber auch das geschieht nicht immer bewusst.
5. Was mögen Sie am Schreiben besonders?
Dass ich in andere Welten abtauchen und sie nach meinen Vorstellungen
formen kann. Dass ich einfach auch mal total rumspinnen und mir die absurdesten
Dinge ausdenken kann. Und dass ich frei bin, in dem, was ich tue (das ist aber
leider nicht jeder(m) AutorIn vergönnt). Freiheit ist für mich das höchste Gut
und das kann ich persönlich mit diesem „Beruf“ wunderbar leben.

6. War Autorin zu werden ein Kindheitstraum?
Nein.
Als ich klein war, wollte ich Friseurin werden. Mein Opa hatte einen Salon.
Nach Geschäftsschluss durfte ich darin spielen. Das war ein Traum. Alle meine
Puppen hatten irgendwann Kurzhaarfrisuren. 
Später wäre ich gerne Modedesignerin geworden, so wie Leena, die Freundin
meiner Protagonistin. 
7. Wie sieht der Alltag einer Autorin aus? Haben Sie
bestimmte Rituale?
Rituale habe ich nicht. Außer dass ich zum Schreiben gerne einen festen
Platz habe und viel Kaffee brauche und abends Tee oder auch schon mal ein Glas
Rotwein. Außerdem ist mein Hund immer anwesend und meistens auch eine unserer
Katzen.
8. Haben Sie ein Lieblingsbuch? Vielleicht ja auch ein
Geheimtipp?
Ich habe ständig Lieblingsbücher. Aber nie das eine. Unter den Veröffentlichungen im letzten Jahr haben mich
vor allem „Liebeskinder“ von Jana Frey und „Liebten wir“ von Nina Blazon sehr
bewegt und beeindruckt.

9. Wie viel steckt von Ihnen in Ihrem Buch “The
Perfect”? Hat die Protagonistin Eigenschaften von Ihnen?
Nicht eine einzige! Jede Situation, jede Person, die ganze Geschichte – alles
frei erfunden. Genau das ist für mich ja der Spaß an der Sache. Jazz ist für
mich eine völlig fremde und zugleich zutiefst vertraute Person.
10. Wen empfehlen Sie ihr Buch zu lesen und warum
sollte man es unbedingt lesen? 

Das ist eine schwer zu beantwortende Frage. Zumindest für mich. Ich
schreibe ein Buch ja nicht für eine bestimmte Zielgruppe, sondern weil ich ein
oder mehrere Themen bearbeiten oder einfach eine gute Geschichte entwickeln
will. Dabei habe ich nicht meine zukünftigen LeserInnen im Auge, sondern „nur“
das Projekt an sich. Wenn ein Buch dann veröffentlicht ist, finde ich es
natürlich schon extrem spannend, wie es ankommt. Aber ich würde von meinen
eigenen Büchern niemals sagen: Das musst du unbedingt lesen. 

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