Rezension: Silvia Stolzenburg – Das Ende des Teufelsfürsten

Silvia Stolzenburg – Das Ende des Teufelsfürsten


Verlag: Bookspot
Seitenanzahl: 320
Format: Gebunden
ISBN: 978-3956690655
Preis: 16,95€
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Die Autorin:

Warum eigentlich nicht selbst Romane schreiben? Eine Frage, die sich sicherlich jeder schon das eine oder andere Mal gestellt hat. Genauso ging es mir im Jahr 2006, als ich meine Dissertation über Bestseller und Buchmarkt an der Universität Tübingen eingereicht hatte, wo ich Anglistik und Germanistik studiert habe. Folglich ging es los, Ideen wurden gesucht, wieder verworfen, neu zusammengestellt, bis schließlich – ein Jahr später – das erste Manuskript aus dem Drucker kam.
Und dann wurde es spannend. Agentur, Verlag, alles nicht so einfach, aber im Oktober 2010 war es dann endlich soweit und das lang ersehnte Paket mit den Vorabexemplaren meines ersten historischen Romans, “Die Launen des Teufels”, stand vor der Tür. Band zwei, “Das Erbe der Gräfin”, ist im Frühjahr 2011 erschienen, Band drei, “Die Heilerin des Sultans” folgte im Januar 2012. Alle drei Bände spielen in oder um Ulm (Ulm-Trilogie), es dreht sich um Bürger, Barfüßer und Beginen, das Münster, Liebe, Macht, Intrigen und vieles mehr. Die Fortsetzung der Ulm-Trilogie, die beiden Romane “Der Teufelsfürst” und “Das Reich des Teufelsfürsten”, sind 2013 und 2014 erschienen.

Die Reihe:
1. Der Teufelsfürst
2. Das Reich des Teufelsfürsten
3. Das Ende des Teufelsfürsten

Inhalt:
Buda, März 1463
Als die vierzehnjährige Bojarentochter Floarea bei einem Bankett am Hof des ungarischen Königs plötzlich dem Mörder ihres Vaters gegenübersteht, werden alte Alpträume lebendig. Vlad Draculea, der entmachtete Woiwode der Walachei, ist zwar des Hochverrats beschuldigt worden. Doch seine Hinrichtung lässt auf sich warten. Anstatt ihn wie einen gemeinen Verbrecher zu behandeln, hat ihn der König unter Hausarrest gestellt und präsentiert ihn immer wieder als barbarische Attraktion an seinem Hof. Die Wut, der Hass und die Angst vor dem Ungeheuer, das über hunderttausend Menschen auf dem Gewissen hat, lassen Floarea den Entschluss fassen, den Woiwoden zu töten. Auch wenn sie dadurch ihr eigenes Todesurteil unterschreibt.

Zur gleichen Zeit beschließt der fünfzehnjährige Carol, der Sohn von Vlad Draculea, endlich den Plan in die Tat umzusetzen, den er nach dem Fall seines Vaters geschmiedet hat: Er will herausfinden, ob seine ehemalige Spielgefährtin Floarea noch am Leben ist. Erbost über die Zustände am Hof seines Onkels Radu flieht er, als Sultan Mehmed ihn zum Befehlshaber seiner Armee von Panzerreitern ernennen will. Der Sultan setzt ein Kopfgeld auf ihn aus. Mit den Verfolgern auf den Fersen macht sich Carol auf zu einer Suche, die von Anfang an unter einem schlechten Stern steht …

Meine Meinung:

Die ersten beiden Teile der Trilogie fand ich großartig. Sie waren spannend, sehr gut recherchiert, weswegen man eine Menge erfahren hat und sie waren brutal. Ich habe mich sehr auf den Abschluss gefreut und war gespannt, wie die Trilogie wohl enden wird.

Genau bei den vorherigen Teilen, gibt es auch hier wieder eine Karte und einen Personenverzeichnis, die zur besseren Orientierung während des Lesens dienen. Außerdem gibt es am Ende ein Nachwort, in dem Silvia Stolzenburg erklärt, wieso es doch eine Trilogie geworden ist und keine Dilogie. Außerdem erklärt sie was Fiktion ist und was nicht. Ich fand dies unglaublich spannend, denn so hat die Geschichte noch mehr Spaß gemacht und man wusste was man daraus mitnehmen kann und was nicht.

Der zweite Teil war sehr blutig und brutal. Das ist zwar hier etwas abgeflacht, aber eine Menge Blut fließt dennoch. Für wen der zweite Teil zu krass war, sollte sich das hier auf jeden Fall genau überlegen.

Die Autorin bliebt sich ihrem Schreibstil wieder treu, er ist wieder etwas anspruchsvoller, aber wieder sehr toll. Ebenfalls ist es wieder so, dass bei jedem Kapitel dabei steht, wo und wann es spielt.

Für mich war die Geschichte rund um Vlad Draculea wieder unglaublich spannend, leider kam mir der Handlungsstrang in Ulm aber zu kurz. Hier hätte ich mir mehr gewünscht.

Beim lesen des Buches merkt man, wie viel Recherche Arbeit die Autorin hier betrieben hat. Man erfährt wieder sehr viel über die Zeit und über Dracula. Dank des Nachwortes weiß man dann auch, was davon wahr ist.

Fazit:

“Das Ende des Teufelsfürsten” konnte mich wieder einmal sehr begeistern. Die Geschichte ist gut geschrieben, gut recherchiert und voller Spannung. Für mich kam der Teil in Ulm viel zu kurz. Aber dennoch ein klasse Buch!

 

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