Rezension: Marieke Nijkamp – 54 Minuten – Jeder hat Angst vor dem Jungen mit der Waffe

Marieke Nijkamp – 54 Minuten – Jeder hat Angst vor dem Jungen mit der Waffe


Verlag: FJB
Seitenzahl: 336
Format: Broschiert
ISBN: 978-3841440167
Preis:
14,99€
Bestellen
könnt ihr es hier

Die Autorin:

Marieke Nijkamp spricht ungefähr ein Dutzend Sprachen und hat Philosophie und Geschichte studiert. Seit ihrer Studienzeit schreibt sie auf Englisch. So kam sie auf die Idee, in den USA zu publizieren, wo ihr Roman 2016 ein Riesenerfolg wurde. Die Autorin lebt in den Niederlanden.

Inhalt:

Es passiert nicht viel im verschlafenen Opportunity, Alabama. Wie immer hält die Direktorin in der Aula der Highschool ihre Begrüßungsrede zum neuen Schulhalbjahr. Es ist dieselbe Ansprache wie in jedem Schulhalbjahr. Währenddessen sind zwei Schüler in das Büro der Schulleitung geschlichen, um Akten zu lesen. Draußen auf dem Sportgelände trainieren fünf Schüler und ihr Coach auf der Laufbahn für die neue Leichtathletiksaison. Wie immer ist die Rede der Dirketorin exakt um zehn Uhr zu Ende. Aber heute ist alles anders.

Als Schüler und Lehrer die Aula verlassen wollen, kann man die Türen nicht mehr öffnen. Einer beginnt zu schießen.
Tyler greift seine Schule an und macht alle fertig, die ihm unrecht getan haben.
Aus der Sicht von vier Jugendlichen entfaltet sich der Amoklauf, bis die letzte Kugel verschossen ist.

Meine Meinung:

Ich brauche zwischendurch immer mal wieder Bücher mit einer ernsten Thematik. Da kam dieses Buch gerade recht. Der Klappentext hat mich total angesprochen und das Buch hörte sich wirklich gut an und so als könnte man es nicht in einem Rutsch lesen, da die Thematik alles andere als einfach ist.

Ich hatte zu Beginn große Probleme in die Geschichte zu kommen. Das Buch wird nämlich aus vier Perspektiven erzählt, die sehr schwer wechseln. Das sorgte dafür, dass ich mich mit den Charakteren Sylv, Autumn, Tomas und Claire nicht wirklich anfreunden konnte. Ich kam zu Beginn ständig durcheinander und dadurch kam leider kein wirklicher Lesefluss zustande. Die Sicht des Amokläufers Tyler fällt hier leider komplett.

Ich hatte zu Beginn die Befürchtung, dass das Buch sehr heftig und emotional werden konnte. Doch das war es keineswegs. Der Amoklauf passiert schon nach wenigen Seiten, sodass ich überhaupt keine Verbindung zu den Charakteren aufbauen konnte. Dadurch hat mich der Amoklauf längst nicht so berührt, wie ich das vermutet hatte.

Man braucht hier auch keine Angst haben, dass es blutig oder ähnliches werden konnte. Denn dafür wird der Lauf nicht genau geschildert. Vieles muss sich der Leser zusammenreimen, da es immer wieder Perspektivwechsel gibt.

Die Spannung der Geschichte war leider längst nicht so hoch, wie ich mir das erhofft hatte, was leider auch an an den Emotionen lag. Zum Ende hin wurde es zwar besser, aber das war für mich leider zu spät.

Fazit:

“54 Minuten – Jeder hat Angst vor dem Junge mit der Waffe” konnte mich auf Grund der schnellen Perspektivwechsel nicht wirklich überzeugen. Dadurch konnte ich keine Verbindung zu den Charakteren aufbauen und dadurch ging viele Emotionen, die so wichtig sind, verloren.Wer damit kein Problem hat, dem wird das Buch aber gefallen.


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.