Rezension: Carin Müller – Tage zwischen Ebbe und Flut

Carin Müller – Tage zwischen Ebbe und Flut

Verlag: Knaur
Seitenanzahl: 288
Format: Taschenbuch
ISBN: 978-3426519738
Preis: 9,99€
Bestellen könnt ihr es hier

Die Autorin:
Carin Müller schreibt, seit man es ihr 1978 in der ersten Klasse beigebracht hat. Da war ihr aber noch nicht klar, wie wichtig die Fähigkeit, Buchstaben zu Worten und Worte zu Sätzen zu verbinden, einmal werden würde. Zu diesem Zeitpunkt wollte sie Tierärztin, Raumschiffkapitän oder Floristin werden. Alternativen, die nach wie vor einen gewissen Reiz haben – wenn ihr Hund krank ist oder eine fiese Deadline droht. Trotzdem hat sie sich fürs Schreiben entschieden und arbeitet seit gut fünfzehn Jahren als freie Journalistin und Autorin. Carin Müller lebt mit Mann und Hund in Frankfurt und schreibt fast täglich auch in ihren beiden Blogs über “Einsichten aus dem Kiosk” (www.carinmueller.de) und Fußball. (www.11spielerfrauen.de)

Inhalt:

Felix ist 70 Jahre alt. Er spricht aus, was niemand zu sagen wagt, und tut, was sonst niemand tun würde. Seine Erinnerungen sind wie Wellen in seinem Kopf, wogend, nicht festzuhalten. Denn Felix hat Alzheimer. 
Um ihm einen Herzenswunsch zu erfüllen, machen seine Ehefrau Ellen, seine Tochter Judith und seine Enkelin Fabienne mit ihm eine Kreuzfahrt. Doch während Felix die Reise als wunderbares Abenteuer erlebt, wird für die drei Frauen die Seereise zu einer Seelenreise durch schwere Gewässer, aber mit Kurs auf sonnige Gefilde.

Meine Meinung:  

Das Buch ist bei mir überraschend eingezogen und ich wusste lange nicht, ob ich es wirklich lesen werde. Das Buch behandelt das Thema Alzheimer, dass ich seit letztem Jahr auch in meinem Umfeld finde. Deswegen ist das für mich ein unglaublich schwieriges Thema. Nachdem ich dann aber mit der Autorin Carin Müller auf der Buchmesse darüber gesprochen habe, dachte ich mir ich wage es und lese das Buch.

Der Schreibstil ist der Autorin ist sehr flüssig und gut zu lesen, sodass ich schnell in der Geschichte war. Man lernt alle Charaktere zu Beginn erst einmal kennen. Die Frauen sind alle sehr unterschiedlich und gehen auch unterschiedlich mit Felix um.

Im Fokus der Geschichte steht weniger die Kreuzfahrt, sondern mehr die Charaktere. Die sind zwar alle sehr klischeehaft, aber dennoch sehr sympathisch. Im Laufe der Geschichte entwickeln sie sich weiter und suchen, einen für sich optimalen Weg, wie sie am besten mit Felix umgehen können.

Meine Bedenken bzgl. der Alzheimerthematik waren nicht ganz unbegründet, aber es war auch nicht so schlimm, wie Anfangs erwartet. Carin Müller hat einen tollen Weg gefunden, wie sie damit umgeht. Sie zeigt auf, was für Auswirkungen die Krankheit auf den Erkrankten hat, aber auch auf das Umfeld hat. Dies zeigt nicht, in dem sie auf die Tränendrüse drückt, sondern sie zeigt es so wie es ist, nicht besser und nicht schlimmer. Das hat mir sehr gut gefallen. Ich habe auch ein Tranchen verdrücken müssen, aber längst nicht so viele wie ich dachte.

Fazit:

In “Tage zwischen Ebbe und Flut” von Carina Müller geht es um Alzheimer, was für mich kein einfaches Thema ist. Dennoch hat mir das Buch wirklich gut gefallen, da sie mit dem Thema auf eine besondere Art umgeht, sodass das Buch auch gelesen werden kann, wenn man die Krankheit in der Familie hat.

Meine Rezensionen erscheinen auch bei AmazonWasliestduLovelybooksGoodreads und Buecher.de

 

 

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Rezension abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.