Interview mit Julia Bähr

 Hallo alle zusammen!

Wie ihr wahrscheinlich schon gesehen habt, bin ich eine von fünf offiziellen Bloggerin der LoveLetter Convention 2015
und was wäre die LLC ohne die Autoren? Ich möchte euch ein paar Autoren
Stück für Stück vorstellen. Beim letzten Mal habe ich euch Sandra Henke bzw. Laura
Wulff vorgestellt. Nun geht es weiter mit Julia Bähr.

 Julia Bähr_Vita

 
Julia Bähr, 1982 geboren, hat das Schreiben auf der Deutschen Journalistenschule in München gelernt und arbeitet im m Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.
Ihr erstes Buch verfasste sie zusammen mit Christian Böhm:

Julia  Bähr, Christian  Böhm - Wer ins kalte Wasser springt, muss sich warm anziehen
Ihr aktuelles Buch ist:
 
Julia war so lieb und hat sich meinen neugierigen Fragen gestellt:

Was bedeutet das Schreiben für dich?
Beim Schreiben von Romanen darf ich einfach alles erschaffen, was ich mir ausdenke. Ob es wirklich mal passiert ist, spielt keine Rolle. Das ist ein tolles Gefühl! Als würde man eine eigene Welt bauen, aber man muss dafür nicht mal aufstehen.
 
Wie aufregend war es für dich ein Buch zu veröffentlichen? War es ein Kindheitstraum?
Eigentlich nicht. Ich dachte, ich kann mich nicht so lange auf eine einzige Geschichte konzentrieren. Dann hat Christian Böhm mich überredet, gemeinsam „Wer ins kalte Wasser springt, muss sich warm anziehen“ zu schreiben. Da schrieb er die Kapitel aus Sicht des Mannes und ich die aus Sicht der Frau. Danach wollte ich unbedingt weitermachen. Und es ist wirklich aufregend, sein eigenes Buch in den Händen zu halten!
 
Wie wichtig sind dir Rezensionen zu deinem Buch?
Ich will immer unbedingt wissen, wie „Sei mein Frosch“ anderen gefallen hat und was ihnen besonders aufgefallen ist. Deshalb freue ich mich über jede einzelne Rezension, die ich zum Beispiel auf Amazon sehe.
 
Wie sieht dein Tag aus wenn du schreibst? Hast du bestimmte Rituale?
Das sind wunderbar ruhige Tage. Ich fange selten vor zehn Uhr an, mache mir einen Tee und lege einfach los.

Welches sind deine Vorbilder? Im „normalen“ Leben als auch unter den Schriftstellern?
Im normalen Leben: meine Mama! Bei den Schriftstellern finde ich viele toll, aber ein richtiges Vorbild habe ich nicht.

Was liest du am liebsten?
Ich mag Bücher mit etwas abgedrehtem Humor. Zuletzt hat mir „Vampire im Zitronenhain“ von Karen Russell sehr gut gefallen. 

Wo schreibst du?
Am liebsten schreibe ich auf dem Sofa oder im Bett. Auf jeden Fall mit hochgelegten Beinen und dem Laptop auf dem Schoß. Das finde ich am bequemsten.

Wie lange schreibst du an einem Buch?
Etwa anderthalb Jahre brauche ich schon. Aber dazwischen liegen auch immer wieder Wochen, in denen ich gar nicht schreibe. Wenn ich mich jeden Tag hinsetzen würde, ginge es deutlich schneller.

Hattest du schon einmal eine Schreibblockade und wenn ja was hilft dagegen?
Zum Glück kenne ich so etwas gar nicht. Ich arbeite ja als Journalistin, daher bin ich es gewohnt, auf Knopfdruck schreiben zu müssen. Das klappt gut.

Wie kamst du auf die Idee zu deinem Buch?
Eine Freundin hat von ihrem neuen Job als Anwältin erzählt. Das fand ich lustig und interessant, deshalb habe ich beschlossen, dass das der richtige Beruf für meine neue Hauptfigur ist. Den Rest habe ich mir irgendwie ausgedacht.
 
Hast du einen Tipp für alle die mit dem Schreiben anfangen wollen?
Überlegt euch gut, mit welchen Figuren ihr so viel Zeit verbringen wollt. Sie dürfen euch nicht anöden oder nerven.
 
Was ist für dich das Besondere an Liebesromanen?
Ich finde es völlig abgefahren, wie oft schon über die Liebe geschrieben wurde, ohne das das langweilig wird. Und ich schätze es manchmal als Leserin, wenn ich vorher schon weiß, dass alles gut ausgeht – auf welche Weise auch immer.

Welchen Charakter magst du aus deinen Büchern am liebsten?
Tatsächlich finde ich immer die Freundinnen meiner Hauptfiguren am coolsten. Die haben oft einen guten Humor und Nerven wie Drahtseile. Eben genau so, wie man sich Freundinnen wünscht.

Gibt es auch einem Charakter den du gar nicht magst?
Tja, der Chef von Viola in „Sei mein Frosch“ ist wirklich ein richtiger Widerling. Den kann ich nicht ausstehen.

Wie viel von dir steckt in deine Charakteren, z.B. in Viola von „Sei mein Frosch“?
Ich selbst würde ja behaupten: nicht so viel. Meine ehemalige Mitbewohnerin hingegen sagte nach der Hälfte der Lektüre: Das zu lesen ist genau so, als würde ich mich mit dir in der Küche unterhalten!

In deinem Buch „Sei mein Frosch“ geht es u.a. um Online-Dating, hast du selber Erfahrungen damit und was hältst du davon?
Ich habe es nie mit Online-Dating versucht. Aber ich bin total schüchtern, deshalb hätte ich es super gefunden, erst mal sehr lange Mails zu schreiben, ehe ich jemanden treffen muss.
 
Was genau wirst du auf der LLC machen?
Wenn ich das schon wüsste! Man sagte mir, auch wenn das immer spät feststeht, sei es so oder so jedes Mal sehr lustig.
 
Für dich ist es dieses Jahr das erste Mal auf der LLC, was erwartest du von der LLC und wie kam es zu dem Entschluss, dass du dieses Jahr dabei bist?
Mein Verlag Blanvalet hat mir angeboten, mitzufahren. Es klingt nach einem großen Klassentreffen mit Fremden und damit echt spannend. Ich habe also schnell zugesagt.

Worauf freust du dich am meisten?
Auf die Spiele freue ich mich. Keine Ahnung, welche das dieses Jahr sein werden – aber ich habe eines vorgeschlagen, vielleicht klappt das ja!

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