Interview mit Dorothea Böhme

Hallo alle zusammen!

Wie ihr wahrscheinlich schon gesehen habt, bin ich eine von fünf offiziellen Bloggerin der LoveLetter Convention 2015 und was wäre die LLC ohne die Autoren? Ich möchte euch ein paar Autoren
Stück für Stück vorstellen. Heute stelle ich euch Dorothea Böhme vor:


(Quelle: www.dorotheaboehme.de)


Dorothea Böhme, geboren 1980 in Hamm, hat es für ihr Studium in die Welt gezogen. Sie war u.a. in Tübingen, Quito (Ecuador) und Triest (Italien). Inzwischen lebt sie in Stuttgart. Ihre Reiselust merkt man auch in ihren Büchern, wie z.B. in “Neben der Spur ist auch ein schöner Weg”:
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(Quelle: www.dorotheaboehme.de)

Sie schreibt aber auch Kriminialromane, wie z.B.:
https://i0.wp.com/s3-eu-west-1.amazonaws.com/cover.allsize.lovelybooks.de/Meuchelbrut-9783839215142_xxl.jpg?resize=240%2C400 
(Quelle: www.dorotheaboehme.de)


Damit
ihr von Dorothea Böhme noch mehr erfahrt, auch im Bezug auf die
LoveLetter Convention habe ich mit ihr ein Interview geführ. Vielen Dank
nochmal! 

 Was bedeutet das Schreiben für dich?
Anfangs war es nur ein Hobby, jetzt ist es weit mehr als das. Ich schreibe fast täglich, auch am Wochenende oder im Urlaub, und es ist für mich Spaß, Spiel, Spannung und Arbeit gleichzeitig. Eine Mischung, die nie langweilig wird!
 
Wie aufregend war es für dich ein Buch zu veröffentlichen? War es ein Kindheitstraum? 
Das ist eigentlich superlustig! Kennst du noch diese kleinen Büchlein, in denen man in der Schule alle seine Freundinnen hineinschreiben lassen hat? Hobbies, Lieblingsfilme usw., und dann gab es auch die Frage nach dem Traumberuf. Und in der Grundschule habe ich dort tatsächlich „Schriftstellerin“ eingetragen. Nur habe ich nie geschrieben 😀 Mit neun wechselte mein Traumberuf dann zur Ärztin und „Schriftstellerin“ kam mir dann erst wieder mit 26 in den Sinn.

Wie wichtig sind dir Rezensionen zu deinem Buch? 
Ich freu mich über jede und jeden, die etwas schreibt J Ich selbst lese Bücher, genieße sie und denke dann nie daran, Rezensionen zu schreiben, deshalb zähle ich auch nicht, wie viele es zu meinen Büchern gibt oder so. 

Wie sieht dein Tag aus wenn du schreibst? Hast du bestimmte Rituale?
Viel, viel Kaffee und Tee! Ja, beides, manchmal auch in zwei Tassen nebeneinander gleichzeitig 😀 Schokolade hilft auch immer 😉
 
Welches sind deine Vorbilder? Im „normalen“ Leben als auch unter den Schriftstellern? Oh je, das finde ich immer ganz schwierig zu beantworten – es gibt viele Menschen, die ich sehr bewundere, auch und vor allem Schriftsteller (die ganz Großen: Toni Morrison, Zadie Smith, Margaret Atwood, Joan K. Rowling). Ein Vorbild in dem Sinne, dass ich genauso werden möchte, gibt es nicht, ich denke, jeder Mensch ist anders und muss seinen ganz speziellen Weg finden.
 
Was liest du am liebsten?
Lustige und intelligente Romane, ich lache gern und wenn man dann noch ein klitzekleines bisschen dabei denken muss, ist es perfekt! Gerade habe ich z.B. Daniel Kehlmanns „Ich und Kaminski“ gelesen, das hat mir super gefallen. Im Moment lese ich die „Romantic crime“-Romane von Lois Greiman („Unzipped“, „Unplugged“, usw.), die unglaublich witzig sind. 

Wo schreibst du?
Entweder bei mir zu Hause, da meist in der Küche, damit ich schnell neuen Tee oder Kaffee kochen kann, und auch die Schublade mit der Schokolade oder den Chips nicht weit ist 😉 Aber ich sitze auch gern mal zur Abwechslung in einem Café.

Wie lange schreibst du an einem Buch? 
An meinen ersten beiden Büchern habe ich noch sehr lange geschrieben, jeweils über ein Jahr. Inzwischen brauche ich ein paar Monate pro Buch.
 
Hattest du schon einmal eine Schreibblockade und wenn ja was hilft dagegen? 
Mir hilft es viel, wenn ich mit anderen Autorinnen sprechen kann – übers Schreiben, über meine Projekte und darüber, weshalb ich grad nicht schreiben kann. Und Schokolade ist natürlich auch nie verkehrt 😉

Wie kamst du auf die Idee zu deinem Buch?
Das hängt natürlich jeweils von dem Buch ab. Auf Neben der Spur ist auch ein schöner Weg bin ich gekommen, als ich einmal nachts in einer fremden Stadt auf einer Parkbank saß und die Sterne beobachtet habe. Da fühlte sich alles so „frei“ und neu und spannend an, da haben sich dann die Frauen, die alle für ein paar Wochen zumindest aus ihrem Leben ausbrechen wollen, ganz schnell in meine Gedanken gedrängt, und ich habe einen Tag später angefangen zu schreiben. 

Hast du einen Tipp für alle die mit dem schreiben anfangen wollen? 
Ja! Nicht entmutigen lassen, bloß nicht entmutigen lassen! Weitermachen und schreiben – und das schreiben, was euch Spaß macht! Dann wird es gut und irgendwann wird jemand auf euch aufmerksam.
 
Was ist für dich das besondere an Liebesromanen? 
Man kann so viel machen: Es gibt heitere Liebesromane, was ja eher mein Genre ist, es gibt abenteuerliche (vielleicht ein bisschen mein Genre :-D), aber auch tiefgründige, traurige, melancholische, und viele, viele mehr. Man kann so viele Geschichten erzählen in einem Liebesroman, und meist haben Liebesromane auch mehrere Ebenen gleichzeitig. Sie sind einfach so vielseitig!

Welchen Charakter magst du aus deinen Büchern am liebsten?
Das wechselt immer, aber ich glaube, im Augenblick mag ich Trixie, die jüngste Schwester aus meinem neuesten Roman „Auf dem falschen Dampfer kommt man auch ans Ziel“ am liebsten. (Das Buch erscheint Ende Juni.) Trixie ist fröhlich, ziemlich frech und hat ein riesengroßes Herz.

14. Gibt es auch einem Charakter den du gar nicht magst? 
Nein, ich mag alle irgendwie – zumindest mag ich alle schreiben. Ob ich ihnen auch im wahren Leben begegnen wollen würde … hm, vielleicht nicht 😀
 
In deinem Buch „Neben der Spur ist auch ein schöner Weg“ machen die Protagonisten einen Road Trip. Hast du so etwas auch schon mal gemacht oder möchtest du es machen?
Ich liebe Road Trips! Man sieht so viele Städte, so viele Regionen, und es ist ein viel spannenderer Urlaub, als wenn man nur an einem Ort bleibt. Allerdings ist es auch etwas stressiger 😉

Bald erscheint dein neues Buch “Auf dem falschen Dampfer kommt man auch ans Ziel”, kannst du uns zu dem Buch schon etwas verraten? 
Oh, gerne! Es geht auch wieder um eine Reise, diesmal machen die Protagonistinnen, ein Schwesterntrio übrigens, eine Donaukreuzfahrt. Im Mittelpunkt steht die Mittlere, die etwas schüchterne Ricarda, die versucht zwischen ihren beiden streitlustigen Schwestern zu vermitteln, herauszufinden, was es mit den seltsamen Vorfällen auf dem Schiff auf sich hat und gleichzeitig aufpassen muss, sich vom gut aussehenden Ersten Offizier nicht vollends den Kopf verdrehen zu lassen.
 
Was genau wirst du auf der LLC machen? 
Das konkrete Programm habe ich noch nicht, aber ich werde auf jeden Fall nette Menschen kennen lernen und ganz viel Spaß haben – ja, das weiß ich jetzt schon! 😀
 
Du warst ja schon auf der LLC, was ist für dich das Besondere an der LLC? 
Die wahnsinnig nette und fröhliche Atmosphäre! Ich habe mich letztes Jahr einfach rundum wohl gefühlt, von Anfang bis Ende. Die – vor allem – Mädels sind alle super nett, das Organisationsteam war klasse, und ein großer Pluspunkt war auch, dass alles so schön familiär war.
 
Worauf freust du dich am meisten? 
Auf die Gespräch! Ich habe im letzten Jahr so viele tolle Menschen kennen gelernt und so nette Gespräche geführt! Und an Programmpunkten der LLC: auf die Spiele. Die sind einfach klasse 😀

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